Stundenlohn berechnen: So ermitteln Sie Ihren Stundenlohn
Wer seinen Stundenlohn kennt, kann das eigene Gehalt besser einordnen und verschiedene Arbeitsmodelle einfacher vergleichen. Besonders bei Teilzeit, Minijobs, Schichtarbeit, Nebenjobs oder Jobangeboten ist der Stundenlohn eine wichtige Kennzahl. Er zeigt, wie viel Sie tatsächlich pro geleisteter Arbeitsstunde verdienen.
Der Stundenlohn lässt sich auf unterschiedliche Weise berechnen. Entscheidend ist, ob Sie vom Monatsgehalt, vom Jahresgehalt oder von der wöchentlichen Arbeitszeit ausgehen. In vielen Fällen wird das monatliche Bruttogehalt durch die durchschnittliche Anzahl der Arbeitsstunden pro Monat geteilt.
Wie berechnet man den Stundenlohn?
Die einfache Formel lautet:
Stundenlohn = Monatsgehalt ÷ monatliche Arbeitsstunden
Wer zum Beispiel 3.000 € brutto im Monat verdient und durchschnittlich 173 Stunden pro Monat arbeitet, kommt auf einen Stundenlohn von rund 17,34 € brutto.
Die monatlichen Arbeitsstunden können näherungsweise so berechnet werden:
Wochenarbeitszeit × 4,33 = durchschnittliche Monatsarbeitszeit
Bei einer 40-Stunden-Woche ergibt das:
40 × 4,33 = 173,2 Stunden pro Monat
Beispielrechnung: Stundenlohn aus Monatsgehalt berechnen
Ein Arbeitnehmer verdient 3.500 € brutto im Monat und arbeitet 40 Stunden pro Woche.
Schritt 1: Wochenstunden in Monatsstunden umrechnen
40 Stunden × 4,33 = 173,2 Stunden pro Monat
Schritt 2: Monatsgehalt durch Monatsstunden teilen
3.500 € ÷ 173,2 = 20,21 €
Der Brutto-Stundenlohn beträgt in diesem Beispiel also rund 20,21 € pro Stunde.
Stundenlohn aus Jahresgehalt berechnen
Auch aus dem Jahresgehalt kann der Stundenlohn berechnet werden. Dafür wird das Jahresbrutto zunächst durch 12 geteilt. Anschließend wird das monatliche Bruttogehalt durch die durchschnittlichen Monatsstunden geteilt.
Beispiel:
Ein Jahresgehalt von 48.000 € entspricht einem Monatsgehalt von 4.000 €. Bei einer 40-Stunden-Woche ergibt sich daraus:
4.000 € ÷ 173,2 = 23,09 €
Der Stundenlohn liegt in diesem Beispiel bei rund 23,09 € brutto pro Stunde.
Warum ist der Stundenlohn wichtig?
Der Stundenlohn macht Gehälter besser vergleichbar. Zwei Personen können zwar ein ähnliches Monatsgehalt erhalten, aber unterschiedlich viele Stunden arbeiten. Erst der Blick auf den Stundenlohn zeigt, welches Arbeitsmodell rechnerisch attraktiver ist.
Der Stundenlohn hilft besonders bei:
Vergleich von Vollzeit und Teilzeit
Bewertung von Jobangeboten
Einschätzung von Minijobs und Nebenjobs
Berechnung von Überstunden
Vergleich verschiedener Berufe
Einschätzung von Gehaltserhöhungen
Brutto-Stundenlohn und Netto-Stundenlohn
Der Brutto-Stundenlohn zeigt, wie viel Sie vor Steuern und Sozialabgaben pro Stunde verdienen. Der Netto-Stundenlohn zeigt dagegen, wie viel nach Abzug von Lohnsteuer, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung übrig bleibt.
Wie hoch der Netto-Stundenlohn ausfällt, hängt unter anderem von Steuerklasse, Bundesland, Kirchensteuer, Kinderfreibeträgen und Krankenkasse ab. Deshalb sollte der Brutto-Stundenlohn immer mit einer Brutto-Netto-Berechnung ergänzt werden.
Stundenlohn berechnen und netto einordnen
Wenn Sie Ihren Stundenlohn kennen, können Sie besser einschätzen, wie viel Ihr Einkommen monatlich oder jährlich wert ist. Noch aussagekräftiger wird der Vergleich, wenn Sie den Stundenlohn in ein Monatsgehalt umrechnen und anschließend das Nettogehalt berechnen.
So sehen Sie nicht nur, was Sie brutto pro Stunde verdienen, sondern auch, welcher Betrag am Ende ungefähr auf dem Konto landet.