Brutto-Netto-Rechner – was bleibt von meinem Gehalt übrig?

Der Blick auf den Gehaltszettel kann deprimierend sein – vom vielversprechenden Bruttogehalt kommt an Ende knapp die Hälfte letztendlich beim Arbeitnehmer an. Das kann mitunter etwas mager wirken. Damit bei der nächsten Gehaltsverhandlung oder Jobsuche keine unangenehmen Überraschungen passieren, gibt es hier einen übersichtlichen Brutto-Netto-Rechner! Außerdem schlüsseln wir hier umfangreich die Faktoren auf, die dafür sorgen, dass Brutto eben nicht gleich Netto ist.

Benutzen Sie erst den Rechner, klicken Sie sich dann durch die einzelnen Elemente und bekommen Sie blitzschnell und unkompliziert einen Überblick über Sozialabgaben, Lohnsteuerklassen oder Freibeträge!

Eine Aussicht auf das neue Jahr – wie ändern sich einkommens- und steuerrelevante Faktoren 2022?

Gesetzliche Krankenversicherung:

  • Es wird davon ausgegangen, dass die Beitragszahlungen ansteigen werden.
  • Der durchschnittliche Zusatzbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung für 2022 beträgt 1,3 Prozent (gesetzlich festgeschrieben in § 221a Abs. 3 SGB V).
  • Die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) wird bundeseinheitlich festgesetzt. Sie beträgt ab 1. Januar 2022 unverändert 64.350 Euro im Jahr. Die Beitragsbemessungsgrenze in der GKV bleibt ebenfalls unverändert bei 58.050 Euro im Jahr. Der über diesen Grenzbetrag hinausgehende Teil eines Einkommens bleibt somit beitragsfrei – bezogen auf die gesetzliche Krankenversicherung.

Rentenversicherung:

  • Ab 1. Januar 2022 steigt die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung (Ost) auf 6.750 Euro im Monat (2021: 6.700 Euro). In den alten Ländern sinkt sie auf 7.050 Euro im Monat (2021: 7.100 Euro).

Pflegeversicherung:

  • Aufgrund der Pflegereform steigt zum 1. Dezember 2022 der Beitragszuschlag für Kinderlose ab dem vollendeten 23. Lebensjahr in der gesetzlichen Pflegeversicherung von 0,25 % des Bruttogehalts um 0,1 Punkte auf 0,35 % an. Kinderlose Beitragszahler zahlen ab 2022 damit ein Pflegeversicherungsbeitrag in Höhe von 3,4 %. Für Beitragszahler ohne Beitragszuschlag liegt der Pflegebeitrag ab dem 1.1.2022 weiterhin bei 3,05 %.  

Arbeitslosenversicherung:

  • Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung ist bis 31. Dezember 2022 auf 2,4% festgesetzt.
  • Der Beitrag wird ab dem 1. Januar 2023 dann voraussichtlich wieder steigen: vorgesehen ist ein Beitragssatz von 2,6%.

Mindestlohn:

  • Der gesetzliche Mindestlohn wird bis zum 1. Januar 2022 auf 9,82 Euro pro Stunde ansteigen. Aus dem Koalitionsvertrag der 2021 gewählten Ampel-Regierung geht hervor, dass der Mindestlohn dann so schnell wie möglich weiter auf 12 Euro pro Stunde angehoben werden soll.
    Der Mindestlohn wird in circa fünf Prozent aller Beschäftligungsverhältnisse in Deutschland gezahlt. Hierzu zählen Minijobs, aber auch bestimmte Branchen ( Gastronomie , Logistik, Call-Center ) oder bestimmte Dienstleistungen wie zum Beispiel Lieferdienste.